vergangene Termine:

28. Februar 2025 in der stadl-uni: vom Schwabencenter nach Sibirien
Abschluss meines Abenteuers am Ende der Zivilisation in anderer Kultur 
45 Vortragsfolien

18. November 2024 – Augsburger Gruppe „organisches miteinander“:
gemeinsames Sonderprogramm im Kino Thalia: Film bipolar hautnah

4. November 2024 im K41 – Augsburger Gruppe „organisches miteinander“:
Ausgehend vom Demokratischen Sozialismus streiften wir den Gegensatz von Idealismus und Materialismus und waren uns nicht einig bei der These, dass Kapitalismus die beste Wirtschaftsform ist, solange sich die aktuelle Menschheit als Individuen empfindet und sich entsprechend „aufteilen“ lässt …

2. November 2024 in der Kirche St. Andreas im Herrenbach:
Konzert SeelenLicht mit anschließendem Lagerfeuer inkl. kleinen ukrainischen Spezialitäten – so herzlichen Dank dafür!

14. Oktober 2024 im K41 – Augsburger Gruppe „organisches miteinander“:
Ausgangspunkt was die „socialist calculation debate“ – können Waren und Produkte auch anders verteilt werden als über den Markt und über Preise?
Weitere Gedanken und Thesen, die gestreift wurden:

  • Was bedeutet „gutes Leben“? Welche Rolle spielen Mikro-Abenteuer?
  • Wie kommt das Neue in die Welt? Wir brauchen Utopien!
  • Ist Demokratie ungerecht, weil alle gleich gemacht werden und eine Stimme haben, bzw. wie gehen wir als Menschheit mit Kompetenz um?
  • Welche psychologischen Schäden bringt der Kapitalismus mit sich?
  • Ist Reichtum unterlassene Hilfeleistung?
  • Was ist die Mitte zwischen Konkurrenz/Wettbewerb und Allgemeinwohl/Solidarität?

21. September 2024 (Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche):
es war ein bisschen eine „dauerhafte Vorstellungsrunde“, weil ich ausprobiert habe, was passiert, wenn ab 11:00 Uhr jedes kommen und gehen kann, wann es ihr gefällt: es kamen mehr Menschen und es war dadurch abwechslungsreich …
Wir sprachen über „metaphysische Obdachlosigkeit“ und „Selbstsabotage“ und den Umgang mit diesen beiden Herausforderungen.
Und wir konnten uns nicht einigen, was „metaphysische Sesshaftigkeit“ sein könnte? Ein „privat-nirvana“ überzeugte uns nicht, weil zu individualistisch und abgetrennt vom GEIST, die „Magie, im Moment zu sein“ war zu schwammig…

ps vom 7.8.25: Lienus glaubt, die Spürfeldmeditation zeigt uns den Weg heraus aus der metaphysischen Obdachlosigkeit: „mein Atemzug ist nicht mein Eigentum, sondern ein Kreis, der sich schließt, bevor er begann“.
Auch sein Ansatz ist privat & politisch, er hält „die Idee des souveränen Subjekts für die Wurzel von Eigentum und Ausbeutung.
In meinen Augen ist die „Illusion des ICHs“ eine wichtige Zeit der Menschheits-Entwicklung gewesen. Nun schreiten wir (vielleicht) integrierend weiter in die Gleichzeitigkeit von Selbstheilung (dieses ICHs) und Gemeinwohlgestaltung?!

2. August 2024: zum Schnitterfest (feierliches Ernten von Gereiftem) gab es das erste Jahreskreisfest „mal ganz anders“, nämlich als Forschungsraum mit gemeinsamem Buffet bei mir.
Das war meine erste Einladung ohne brennendes Feuer am Fluß … und (für mich) brannte da ein (innerliches) Feuer der Begegnung zwischen acht Menschen – jung und alt, Ost und West, ganz unterschiedliche Weltbilder begegneten sich neugierig… meine erste Annäherung, das Leben selbst zu feiern.

21. Juni 2024: Versuch einer Sonnwendfeier (Feuer fiel ins Wasser:)

Interkultureller Austausch – hat ca. 10 Mal stattgefunden

Die Idee stammt aus Lettland. In Daugavpils (östliches Lettland) wurde ich von der Organisation ERFOLG gefragt, ob ich nicht einen Deutsch-Klub machen möchte.
                

Dabei steht weniger der Spracherwerb im Mittelpunkt (es ist kein Deutschkurs, ich bin kein Deutschlehrer), sondern der interkulturelle Austausch.
Wir unterhalten uns einfach miteinander auf Deutsch.
Wir sprechen über Themen wie Heimat, Fortschritt, persönliche und berufliche Entwicklung – man könnte sagen über „Gott und die Welt“.

HOP Version 1.3 (Januar 2025)
der erste Versuch, meine Gedanken und Ideen auf einer DinA4 Seite zu fassen…

    

Mein großer Traum: Nachbarschafts-Kirche als Ort der Begegnung
Mit dem „Überbau“ und dem „Gottesbild“ (was wir Christen uns ja eher nicht machen sollen) der evangelischen Kirche habe ich so meine Schwierigkeiten. Meine „Gottesdienste“ erlebe ich am liebsten allein in der Natur.
Was ich in meiner Kirchengemeinde finde, ist Kontakt zu lebendigen Menschen und viele gute Gespräche. Dafür bin ich dankbar und empfinde Zugehörigkeit.

Um „wer bin ich wirklich?“ für sich selbst zu entdecken, braucht es – mein Fühlen und Sehnen – Raum zum Sein: ehrlichen Austausch und tiefe Begegnung auf Augenhöhe … und einen Hauch Verkündigung als „Brennstoff“!

Für mich ist Kirche ein Raum, wo Menschen sich begegnen und einander zuhören.
Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen kommen, da bin ich mitten unter ihnen“ – dieser Kirchenvers bedeutet für mich, dass Menschen sich friedlich und respektvoll (GEIST-voll) begegnen, sich miteinander austauschen und einander zuhören.
Das war zu der Zeit um Christi Geburt alles andere als selbstverständlich, es war eine politisch brisante Zeit, in der verschiedene Vorstellungen von Politik und Gemeinwohlgestaltung teils sogar gewalttätig auf einander prallten.

Ein Raum, wo Menschen sich tief begegnen und einander wirklich zuhören, braucht Respekt.
Es braucht Respekt füreinander, dass Menschen sich wirklich zeigen können, wie sie sind und sagen können, was sie denken und auch zuhören können, was ihr Gegenüber denkt.
Es geht dabei nicht um eine Diskussion oder ein Streitgespräch, wer Recht hat. Es geht um die Neugier, „hmh, ich möchte Dich verstehen, ich möchte nachvollziehen können, wie Du Dir Deine Meinung bildest. Vielleicht teile ich Deine Meinung nicht oder sogar gar nicht, aber ich möchte Dir als Mensch begegnen und es interessiert mich, wie Du zu Deinen Überzeugungen gekommen bist.“

Für diese Haltung könnte Kirche Raum schaffen für tiefen Austausch und respektvolle Begegnung.
Dort könnte es „echte“ Vielfalt (d.h. wirklich ALLE sind willkommen) geben, ohne Ausgrenzung von Menschen, die Anhänger einer Oppositionspartei sind.
Es könnte eine (mobile) Nachbarschafts-Küche geben, Co-working, offenen Mittagstisch, foodcoop& -sharing, Café … Raum zum Sein?!
Leerer Raum in den weniger genutzten Kirchen trifft freie (leere) Zeit vieler (sich einsam fühlender) Menschen – Raum für Selbstorganisations-Versuche (vgl. Kirche und Gesellschaft in NRW)?

In diesem Zusammenhang wurde ich auf eine ganz besondere Gleichzeitigkeit aufmerksam gemacht:

Jesus war wahrer Mensch und wahrer Gott.
Er war ganz Mensch und ganz Gott.
Und er gab uns den Auftrag „werdet eins“.

Gleichzeitig wahrer Mensch und wahrer Gott ist in meinen Augen nicht anderes als verbunden und frei!
In der Gleichzeitigkeit (so wie Licht Teilchen und Welle ist) von Individuum und Organismus erfüllen wir SEINEN Auftrag „werdet eins“.

Kirche könnte ein Raum sein, in dem Menschen sich selbst als wertvoll im Dialog erleben und daraus entsteht sowohl Selbsterkenntnis als auch Gemeinwohl-Gestaltung.

Für mich ist Gott das Leben selbst: ICH bin das Leben.
Was bedeutet das, Gott als das Leben selbst zu begreifen?

Vielleicht ein Miteinander von Kultur und Natur?

Ein voneinander Lernen für eine friedliche Welt?

ein Gedanke: die Jünger Jesu haben „bildhaft“ ihre Familien aufgegeben, d.h. Gewohnheiten & Überzeugungen?!

Im hebräischen Urtext ergeht der Auftrag an die Menschen, die Welt zu betreuen, nicht zu unterjochen, weise und umsichtig zu verwalten und zu erhalten.
In der Verdeutschung geht das Klangpaar verloren, dass Adam als „Erdling“ mit „ADAMA“, der Erde als seinen Mutterboden unzertrennlich verbindet.
Sie ist und bleibt der Ast, auf dem wir sitzen, dass Feld, was uns nährt.“

источник – Quelle: https://quotenqueen.wordpress.com/2011/04/03/ist-die-bibel-richtig-ubersetzt-teil-2/

Die Wissenschaft hat sich mit dem hebräischen Text in den letzten Jahren offenbar mehr Mühe gegeben.
So schreibt der Theologe Matthias Schlicht: „Die hebräische Exegese findet erst in den letzten Jahren angemessenere Übersetzungen.
Das hebräische Verb kabasch (bisher übersetzt als ‚untertan machen‘) hat auch die Bedeutung: ‚als Kulturland in Besitz nehmen‘, ‚dienstbar / urbar machen‘, wie Vergleiche mit Verbübersetzungen in anderen biblischen Büchern (Num 32 EU und Jos 18 EU) zeigen.
Das Verb radah (bisher übersetzt als ‚königlich bzw. herrschaftlich auftreten‘) wird in Mari-Texten für den Umgang eines Hirten mit seiner Kleinviehherde verwendet und müsste die verantwortungsvolle, fürsorgliche Konnotation zum Ausdruck bringen.“

источник – Quelle: https://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/dominium-terrae.htm

Noch ein Gedanke, den ich teilen möchte:

Irgendwo im Internet las ich mal einen Artikel, der behauptete folgendes:
Die „wahre“ Übersetzung eines wichtigen Zitats aus der Bibel lautet:
«macht Euch der Erde untertan»
und nicht
«macht Euch die Erde untertan»

«Sich die Erde untertan zu machen»
passt als Legitimation natürlich besser in die heutige Zeit als
«sich der Erde untertan» zu machen.

Den Satz aus dem Alten Testament „Macht euch die Erde untertan“ hatten die Theologen lange falsch interpretiert.
Er kann nach dieser Enzyklika nur so gedeutet werden: Macht euch der Erde untertan – sich wie ein Schrebergärtner oder einfühlsamer Landwirt um die anvertraute Scholle zu kümmern – im Sinne von „hegen und pflegen“…

Papst Franziskus wörtlich: „Wir sind nicht Gott. Die Erde war vor uns da und ist uns gegeben worden… die Harmonie zwischen dem Schöpfer, der Menschheit und der Schöpfung wurde zerstört durch unsere Anmaßung, den Platz Gottes einzunehmen. Wir sind begrenzte Geschöpfe.“

источник – Quelle: http://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/kommentare-interviews/papst-franziskus-macht-euch-der-erde-untertan.html

Das bringt mich auf den Gedanken von Kultur und Natur. Wir haben uns als Menschheit über die Natur erhoben und Kultur entwickelt. Das ist grandios.
Wir sind der Natur weit weniger ausgeliefert als noch vor 100.000 Jahren. Vielleicht jedoch haben wir es ein bisschen übertrieben mit unserer Kultur und könnten jetzt die Natur gleichzeitig und auf Augenhöhe mitbedenken und ein neues Gleichgewicht finden?

und das wiederum bringt mich auf das Phänomen mit der Komplexität.
Das ist nämlich ein ziemliches komplexes System, in dem wir leben und dessen Steuerung uns irgendwie aus der Hand zu gleiten scheint. Komplexe Situationen machen leider Lust auf die ganz einfachen Lösungen – den Umgang mit komplexen widersprüchlichen Systemen lernen wir in der Schule nämlich leider nicht…

Der Sinn der Kirche ist in meinen Augen, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigene individuelle Antwort auf das Leben selbst zu finden.
Wo Menschen im offenen Dialog miteinander reden, sich zuhörend begegnen, da findet für mich Kirche statt!