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Heute betrachten wir lächelnd, dass im Mittelalter erfolgreich Löcher in Köpfe gebohrt wurden, um böse Geister loszuwerden. Sind wir heute wirklich weiter? Vielleicht haben wir immer noch nicht gelernt, dass wir Menschen ständig lernen? Wie werden wir in 500 oder 2000 Jahren auf den Beginn dieses „dritten Jahrtausends“ zurückblicken, wo wir statt an Gott an die Wissenschaft glaubten und sogar (fast) alles zu wissen glaubten?
Vielleicht dienten die letzten ca. 12000 Jahre (seit der letzten Eiszeit) der Entwicklung von Organisationsfähigkeit in großen Gruppen? Das ging nur über komplexe Geschichten (z.B. Religion, Wissenschaft, o.ä.) , die als eine Art gesellschaftlicher Kitt dienten?

Vor noch wenigen zehntausend Jahren zogen die Menschen als Stämme, als Gruppe gemeinsam durch eine unbarmherzig erscheinende Natur. Der Einzelne konnte ohne seinen Stamm, seine Gruppe nicht überleben: es gab keine Frischetheken in Lebensmittelmärkten oder Leistungsbezüge der Sozialversicherung. Es gab nur dem Stamm, in dem das jeweilige Individuum unterwegs war. Das Individuum konnte diese Zugehörigkeit nicht in Frage stellen – ein Überleben war nur in der Gruppe möglich. Vielleicht hat sich das Individuum damals anders gefühlt – als wichtiger unverzichtbarer Teil eines größeren Ganzen, des Stammes, dem WIR? Es konnte keine individuelle Betrachtung von Richtig und Falsch geben, es gab nur das, was gut für den Stamm, die Gruppe war?
Die Welt, in der sich die damaligen Bewohner bewegten, war gefährlich und magisch zugleich. Vielleicht ist die kollektive Erinnerung an diese Zeit, in der sich Menschen komplett eingebunden fühlten, im heutigen Mythos des „Paradieses“ gespeichert? Im Paradies war das Individuum Teil eines größeren Ganzen und musste sich nicht mit komplexen Entscheidungen bzgl. Richtig und Falsch, Gut oder Böse herumschlagen?

Gleichermaßen war in dieser Eingebundenheit keinerlei Raum für individuelle Entfaltung, der Stamm, die Gruppe, die Gemeinschaft war immer das bestimmende Element. Auch konnte die Handlungsweise eines Stammes nicht wirklich vom Einzelnen hinterfragt werden, weil ja das eigene Überleben von der Gruppe abhing.
In der aktuellen Zeit ist das Pendel über Jahr(zehn)tausende an Entwicklung weg von der Gemeinschaft hin zum Individuum umgeschlagen. Das Individuum, der einzelne Mensch steht nun (bis zur Unantastbarkeit seiner „Würde“) im Mittelpunkt. Von den Möglichkeiten als Individuum her ist diese Entwicklung grandios. Doch die Gemeinschaft, der Stamm, die Menschheit ist nicht handlungsfähig als Ganzes. Da das Überleben des Einzelnen nun aber wieder auf dem Spiel steht, ist vielleicht eine Art Rückbesinnung auf kollektive Werte zu beobachten?

Nun komme ich endlich zum Punkt. Ich erwarte nicht ein „zurück zum Stamm“ als Lösung (so wie früher), sondern etwas ganz Neues:

Als Mensch bin ich vielleicht GLEICHZEITIG eigenverantwortliches Individuum UND Teil eines größeren Ganzen, Teil eines Organismus: ein Teil zweier Beziehungspartner, ein Teil meiner Gruppe, meines Stammes, meines Volkes, ein Teil der Menschheit?
Diese Gleichzeitigkeit von Individuum und Gemeinschaft ist unbequem. Als Teil der Menschheit begegne ich dem klimatischen Wandel anders als als komfortbedürftige Individuum?
Einerseits orientiert sich das Individuum schlicht und ergreifend an seinem Nachbarn, bzw. an seiner Nachbarschaft. Dies lange Zeit des Umherziehens in einem Stamm mit 80-300 Menschen ist vielleicht tief in unseren Genen gespeichert bzw. hat sich vielleicht tief in unser kollektives Unbewusstes eingegraben?
Allerdings leben wir heute durch technischen Fortschritt vielleicht in einer Art „erweiterterten Nachbarschaft“, die uns vertraute Größe von 80-300 Menschen lässt sich nun auch weltweit verstreut in einer Gruppe bei facebook als virtuelle Nachbarschaft fühlen?
Insofern ist es vielleicht nachvollziehbar, das in der aktuellen Krise der „gefühlte“ Sprung von einer 80-300 starken Gruppe auf die ganze Menschheit zu groß ist und so die Nation als nächst kleinere Größe in der heutigen Zeit für viele Menschen eine ganz neue Wichtigkeit gewinnt?

Das Pendel zwischen der Orientierung an kollektiven und individuellen Werten schwingt unaufhörlich hin und und her – das einzig stetige ist der Wandel. Alles befindet sich im Fluss. Nun ist der Wunsch nach einer kollektiven Identität wieder größer, es ist vielleicht schlicht menschlich, denn das Individuum möchte gleichzeitig eben auch Teil eines größeren Ganzen sein, will sich zugehörig und eingebunden (und damit sicher!) fühlen … und nicht nur frei … (und damit unsicher)?
Die Quantenphysik hat unser Weltbild in Frage gestellt, aber sie ist vielleicht noch lange nicht im Alltag unserer „normalen“ Welt angekommen? Wie gehe ich als Mensch mit der „Unschärfe“ zwischen meinem Empfinden als Individuum und gleichzeitig als Teil eines größeren Ganzen im konkret gelebten Alltag um? In der aktuellen Krise scheint die Rückbesinnung auf nationale Werte für die einen Rettung, für die anderen Gefahr?

„Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine nicht minder große Wahrheit“ (link) war das lakonische Mantra meines Meisters, der am Ende keiner war. Wie passend?
Die Wahrheit beginnt zu zweit (möller) – link: Ich bin Du und Du bist ich?
Meine Frage lautet: Kann die Gleichzeitigkeit (hier zwischen Individuum und Kollektiv) als die quantenphysikalische Betrachtung des Menschseins gelten? Wie sähe das im Alltag aus?

Warum lernt die aktuelle Schülergeneration noch immer dieselbe Newton´sche Physik, die schon mein Großvater gelernt hat? Warum kommen die Erkenntnisse der Quantenphysik nicht in den Schulen, im Mainstream an?
MATERIE HAT GEISTIGEN URSPRUNG (Max Planck), d.h. Materie und Schwingung sind die beiden unterschiedlichen Seiten derselben Medaille. Warum beschränkt sich unsere Betrachtung aktuell auf die Materie ODER die Schwingung? Viele Menschen wissen, „alles ist mit allem verbunden, alles ist Schwingung“ und doch bleibt gleichzeitig die Betrachtung von der materiellen Seite ebenso wahr?
Schon Platon beschrieb die Natur als einen „Brief Gottes an die Menschen“. In der heutigen Zeit geht die Menschheit etwas ruppig mit diesem „Schriftstück“ um…?

Aus dem östlichen Kulturkreis schwappt aktuell „ganz neu“ die Idee des Waldbadens zu uns. Dabei wusste schon Platon, dass einfach Bewegung (Wandern?) draußen mit gleichzeitiger Betrachtung der Natur Informationsprozesse auslöst.
Gedanken, Betrachtung, Bewusstsein – alles ist verbunden UND schafft Verbindung! Die Quantenphysik wird auch die „Physik der Beziehungen“ genannt… – auch wenn ein quantenverschränkter Kosmos auch etwas Bedrohliches für mich hat …

Ist eine Kommunikation (darum geht es ja vor allem in gelingenden Beziehungen) jenseits von richtig und falsch, jenseits von Recht haben wollen und Überzeugung meines Gegenübers möglich?
Immer verbunden mit dem quantenphysischen Gedanken, dass richtig an einem anderen Ort nicht mehr richtig sein kann und dass die Trennung zwischen Dir und mir gleichzeitig Realität und Illusion sein kann?
Ist auch hier die Gleichzeitigkeit zwischen dem Genuss, recht zu haben und der Möglichkeit des inneren Wachstum, diesem Genuss zu entsagen möglich?
Einerseits bezieht der Mensch vielleicht lebenswichtige Anerkennung aus dem Gefühl „recht zu haben“ und andererseits ist es gleichzeitig lebenswichtige menschliche Weiterentwicklung zu lernen, jenseits von richtig und falsch zu kommunizieren?
Ist es möglich, dass ein Mensch seine Überzeugung beobachten kann? Das er sie gleichzeitig „haben“ und in Frage stellen kann? Dass ein Mensch Recht haben und Falsch liegen kann – zugleich?

Und eine konkrete Frage, die ich mir persönlich stelle:
Was bedeutet dies zu Ende gedacht für die Kommunikation zwischen linken und rechten Gemeinschaften?

Verzeih mir diesen gedanklich Ausflug, der mich auf die Geschichte vom Rabbi
bringt:

  • Eines Tages kommt ein Mann zum Rabbi. Er hat Streit mir seinem Nachbarn. Wortreich schildert er sein Anliegen und der Rabbi gibt ihm recht.
    Da taucht ebenjener Nachbar auf und schildert die Dinge aus seiner Sicht.
    Der Rabbi blickt etwas besorgt und gibt dem Nachbarn auch recht.

    Die bekommt ein Händler mit und der beschwert sich nun beim Rabbi, wie es dann sein könne, dass er zwei entgegengesetzen Meinungen jeweils recht gibt. Da beginnt der Rabbi zu lächeln und meint: „mein Sohn, da hast Du vollkommen recht…“

Durch unsere weit entwickelte menschliche Sprache sind einerseits differenzierte Betrachtungen möglich – doch ohne das Spüren, was kommt beim Gegenüber an Information an, können Missverständnisse entstehen. Wie könnte eine Sprache beschaffen sein, in der sich Menschen gleichzeitig ausdrücken UND spüren?

Vielleicht sind wir alle Kinder Gottes und in jedem von uns steckt ein göttlicher Funke. Das würde bedeuten, dass in jedem unserer Gegenüber ein Funke wohnt, der auch in uns selbst wohnt. In Russland habe ich mich manchmal nur mit den Augen, Händen und Füßen verständigen können, wir haben viel mehr gelacht beim „Reden“ als hier in Deutschland bei einer normalen Unterhaltung lache – andererseits sind die hier getroffenen Vereinbarungen deutlich belastbarer (wenn man sich wirklich verständigen konnte…). In jedem Missverständnis in Russland begegnete ich bei genauerer Betrachtung einem inneren Sehnen, das mich „die Dinge so verstehen hatte lassen“, wie es mir am besten in den Kram passte … dadurch konnte ich mir selbst ein bisschen mehr auf die Schliche kommen!

Da fällt mir eine andere Geschichte ein, die ich auch mag:

  • Es geht die Sage, dass die großen Mütter einst vor der Entscheidung standen, wo sie die größte Kraft des Universums verstecken sollten, damit der Mensch sie nicht finden könne, ehe er reif sei, damit verantwortlich umzugehen.
    „Auf dem Mond“, meinte die erste, „im Erdinneren“, die zweite, „in den weißen Mäusen“, die dritte, aber keine konnte die anderen so recht überzeugen.
    Da meinte die vierte, „lasst uns diese Kraft im Menschen selbst verstecken.
    Er wird dort niemals danach suchen, ehe er nicht reif ist, den Weg zu sich selbst nach innen zu gehen.“

In der Verbindung von Innen und Außen, von Herz und Kopf, von Individuum und Gemeinschaft durch diese Verbindung entsteht vielleicht Gleichzeitigkeit und daraus große Kraft?
In der Auflösung der Grenze von DU und ICH beginnt für mich etwas, das ein erster Hauch in Richtung (mutter-göttliche) Wahrheit sein könnte?

Die Betrachtung meines Gegenübers ist letztendlich genauso wenig wahr, wie es meine ist. Das heißt nicht, dass wir die Welt nicht betrachten und davon erzählen sollten, aber es sollte immer noch Platz für die Wahrheit meines Gegenübers oder vielen anderen Wahrheiten bleiben. Ich bin Teil von etwas größerem, meine Wahrnehmung ist wichtig und nützlich für viele, wenn sie „die Wahrheit“ wird, dann ist es nur eine neue Religion, dann unterwirft sie andere Wahrheiten anstatt im Austausch zu sein. Demokratie geht über die Quantität, das ist eine wichtige Dimension, aber die Mehrheit kann fürchterlich irren.

Einen Raum ohne Denkverbot oder Meinungsäußerungsverbot, einen Raum jenseits politischer Korrektheit und (manchmal praktischem, weil ich mir dann selbst keine Gedanken machen muss) Mainstream-Fühlen.und.Denken, einen Raum jenseits von Richtig und Falsch. Einen Raum, der die Tore zwischen den Dimensionen öffnet und für jeden etwas anderen erlebbar macht.

Diesen Raum erträume ich schon seit ich Kind bin, was habe ich mir die Schule als einen solchen Raum gewünscht, nicht einer steht vorn, „hat die Macht und Recht und nachmittags frei“, sondern einen Raum zu sein wie jeder und jede und jedes ist und sein darf. Diese Bilder von dem Raum, von der Bühne standen im krassen Gegensatz zu meiner gesellschaftlichen Stellung als psychisch Kranker – oder vielleicht auch nicht? Ja, in einem winzigen Fragment bin ich so sehr von der Norm abweichend, dass ich so genannt werden darf. Und ich darf mich als Bereicherung, als vielleicht sogar notwendige Bereicherung dieser Welt in dieser Zeit sehen und dann haben beide recht und dürfen sein. Diese Bilder von der Bühne, von genau diesem Raum haben mich lange gequält, weil ich so gar nicht wusste, wie da jemals hinkommen sollte. Verschiedene Versuche von „Raumprojekten“ sind bitter gescheitert und waren wertvolle Versuche. Wir haben kaum Kultur des Scheiterns, wir lieben in unserer Kultur die Gewinner, Bayern München und Dschingis Kahn… wir alle, ich auch, wollen oder wollten Helden sein, aber mal ehrlich, wenn einer der Held ist, was bleiben denn dann für die anderen an (blöden) Rollen übrig? Und wenn alle Helden sind, sind es keine Helden mehr… wir brauchen vielleicht ein neues Ziel, wenn wir überhaupt noch die Zeit für neue Menschheitsziele haben oder andersherum, vielleicht brauchen wir die Krise um neu denken und fühlen zu lernen… als Ganzes vom Ganzen her, das ist nicht neu, unzählige vor mir und mit mir denken und fühlen wie ich, zwei möchte ich nennen, Frederik Vester und Jiddhu Krishnamuti, die ich beide verehre, Michael Ende …

alte Idee neu empfangen im März 2020

„VIRUS“ INFIZIERT REGION

Die Idee ist nicht ein Ökodorf für 50 Personen, sondern 20-25 Dörfer in einer Region „infizieren“… und
so mit der gleichen „Menschenkraft“ nicht nur 50 Menschen glücklichen machen, sondern ca. 5000

à kleine Teams bilden, Regionen vereinbaren und in den Dörfern das tun, was die Menschen dort brauchen

GRUNDLEGEND

Subsidiarität (Selbsthilfe, Familie, Großfamilie/Freundeskreis, Stamm/Dorf, Region, usw.)

Permakultur (nutzen was da ist und Schritt für Schritt in Richtung Nachhaltigkeit transformieren)

Selbstversorgung (ca. 50% ist bereits in Haus und Garten möglich) – Autarkie in der Region?!

Geldsystem überwinden (alles was geht teilen: Ideen, Infrastruktur, etc.) à gelingende Beziehungen

Wir sind Eins (vgl. Bibel und Quantenphysik) Identität plus Quantenbewusstsein

Bewusstes kollektives Bewusstsein im Stamm – lernen, das eigene Denken zu beobachten und zu hinterfragen…

KONKRETE SCHRITTE UND MÖGLICHKEITEN

Wandern in der Region (wenn die höchste Korona-Welle abgeklungen ist à Resonanz)

Mittendrin (=Altenhilfe vor Ort + das was im Ort fehlt, z.B. Kindergarten, Laden, Wirtschaft, etc.)

  • das bestehende nutzen und behutsam umformen (permakulturell statt hauruck)
  • Schritt für Schritt raus aus dem (Geld-) System – und rein in immer mehr gelingende Beziehungen (weil mein Gegenüber ja ein Teil von mir ist…)
  • Unabhängigkeit durch möglichst hohen Grad an Selbstversorgung
  • bewusst kollektives Bewusstsein beobachten lernen => Bewegung mit Betrachtung der Natur?!
  • Alles – auch Gefühle, Gedanken, Betrachtung und Bewusstsein – lösen quantenverschränkte Informationsprozesse aus
  • Materie hat geistigen Ursprung (MAX PLANCK) -> Physik der Beziehungen