Leben und Sterben gehören zusammen. Ich nenne die beiden „Gegenspieler“ (oder Partner! – wie wachen und schlafen oder ähnlich wie hell und dunkel)
das Sein – können wir nicht-sein (diese Frage stellt sich mir sofort)?

Ich halte ja weder was vom Kontext des Glücks (das Leben wurde uns geschenkt…) noch vom Kontext der Schuld (der Tod liegt in der Hand Gottes und es ist verboten, selbst Hand an sich zu legen…).
Ich bin unentschlossen bzgl. dem Gedankenspiel „Geworfenheit“ (Heidegger) und „du hast dir dieses Leben selbst gewählt“ (aktuelle weichgespült-kapitalistische Spiritualität) – beide haben ihren Reiz für mich.
Ja, am besten gefällt mir die GLEICHZEITIGKEIT aus Geworfenheit und Wahl. Also so schnell wie möglich fühl-denk zwischen Geworfenheit (so ein Scheiß, dass ich hier bin, ich habe mir das nicht ausgesucht) und Wahl (ui, das soll ich mir selbst ausgesucht haben). Das Hin und Her öffnet Raum für den Geist und vielleicht neue kreative Impulse und Sichtweisen aus dem inneren des jeweiligen Menschen!

Manche Menschen brauchen die ernsthafte Auseinandersetzung, sich selbst zu töten – manche Menschen scheuen diese Auseinandersetzung und manche Menschen brauchen sie einfach nicht.

Viele Menschen sind reine Reiz-Reaktions-Maschinen. Das ist angenehm für ihre Mitmenschen, die genau wissen, woran sie sind. Also eine Art angenehme Langeweile, denn diese Menschen sind höchst selten überraschend.