Где дома? – Wo ist Heimat?

Вернувшись в Аугсбург (октябрь 2020 года), я скучал по Гарцу.
В Аугсбурге у меня всегда много дел, много „вещей“.
В Гарце я был вольным путешественником, который перевез все «сложное» в Аугсбург …
В Аугсбурге у меня есть целый подвал, полный вещей, и я иногда чувствую себя подавленным из-за всего, что я хотел бы сделать и решить.
И вдруг я увидел внутри этот раскол…

Zurück in Augsburg (Oktober 2020) vermisste ich den Harz.
In Augsburg habe ich nämlich immer viel zu erledigen, viel „Kram“.
Im Harz war ich ein freier Wanderer, der alles „Komplizierte“ nach Augsburg verschob…
In Augsburg habe ich einen ganzen Keller voller Sachen und fühle mich mitunter überfordert von all den Dingen, die ich gerne erledigt und entschieden hätte.
Und plötzlich sah ich diese innere Spaltung…

Это Андреа и ее собака Лина из Дазинга.
Сейчас мы живем вместе в одной квартире – может, на зиму?
Вчера мы отправились в чудесный горный тур из Унтераммергау.

Das sind Andrea und ihre Hündin „Lina“ aus Dasing bei Augsburg.
Wir wohnen nun zusammen in „Winter-Wohngemeinschaft“, d.h. ich bei ihr.
Gestern haben wir eine herrliche Bergtour von Unterammergau aus gemacht.

маленький вид на широкую страну любви:

К востоку от гор Гарц я столкнулся с глубокой встречей после посещения кинотеатра… в Галле-дер-Саале, что коренным образом изменило что-то во мне.
Мы делились вкусной русской едой. Развивался диалог, что я помню что-то вроде этого:

„Мы могли бы отлично заняться сексом вместе, но со временем это проходит, и нам нужно развивать дружбу друг с другом за пределами секса“. Но дружба тоже износится, и мы можем вместе развить агапе“.

„Что такое Агапе, пожалуйста?“, спросил я.

ein kleiner Ausblick in das weite Land der Liebe:

Östlich vom Harz ergab sich eine tiefe Begegnung nach einem Kino-Besuch
in Halle an der Saale (972 breakdowns:-), die in mir etwas grundlegend verändert.
Wir teilten uns leckeres russisches Essen. Dabei entwickelte sich ein Dialog,
den ich ungefähr so erinnere:

„Wir beide könnten tollen Sex zusammen haben, doch das nützt sich mit der Zeit ab und wir müssen über den Sex hinaus Freundschaft miteinander entwickeln. Doch auch die Freundschaft wird sich abnützen und wir werden vielleicht gemeinsam Agape entwickeln.“

„Was bitte ist Agape?“, fragte ich.

„Агапе происходит от греческого и означает всеохватывающую, бескорыстную, не чувственную любовь.“
„Предложение супер-программы,“ оно спонтанно ускользнуло от меня, „но, пожалуйста, в обратном порядке!“
Она смотрела на меня, как будто я родом из другой звезды.
Потом она вспыхнула от смеха в согласии…
Но Агапе мне не дано… это сотрясает старые привычки, уверенность, боль и убеждения?!

„Agape kommt aus dem Griechischen und bedeutet allumfassende, selbstlose, nicht sinnliche Liebe“
„Ein super Programmvorschlag“, entfuhr es mir spontan, „aber bitte in der umgekehrten Reihenfolge!“
Sie schaute mich an als käme ich von einem anderen Stern.
Dann brach sie in schallendes zustimmendes Lachen aus …
Aber Agape wird mir nicht geschenkt … es rüttelt an alten Gewohnheiten, Sicherheiten, Verletzungen und Überzeugungen?!

4 Gedanken zu „Где дома? – Wo ist Heimat?

    • Detlev

      Liebe Sahrah,
      es ist eine echt spannende Erfahrung so ganz ohne digitales Endgerät unterwegs zu sein… und ich vermisse Dich auch!

  1. Polina

    Детлев, 55 лет, пенсионер, имею двух прекрасных сыновей ( 20 лет и 30 лет). Я могу свободно жить в Сибири и в Германии. Люблю путешествовать, ходить в горы и кататься на велосипеде и т.д. Я живу в гармонии с природой и людьми. Я ищу прекрасную Сибирскую молодую женщину для настоящих и честных отношений, на всю жизнь, и пройти с тобой вместе через огонь и воду…

  2. Heinrich Harrer

    Hallo Detlev.

    Nach vollendeter, feiner Ausformung der seelisch empfundenen
    Werte, die sich in den drei Künsten wiederspiegeln,
    setzt die Epoche der (rationalen) Zivilisation ein.

    Und diese Epoche ist bestimmt und definiert durch
    Geldherrschaft und Technik, durch Mega-Metropolen
    und Stadtvermassung, durch völligen Werteverlust.
    Sie ist rational, zweckorientiert und bar jeder
    wirklichen Kunst.
    Sie ist kulturlos, mechanistisch und gebiert in unserem (!)
    Zyklus den mechanischen Menschen, den Roboter als dessen flache Karikatur.
    Die Intelligenz des Bauernstandes ist abgewandert in die Städte,
    dort verplattet und kümmert sich bestenfalls noch um die
    richtige Mülltrennung des Nachbarn.

    „Zivilisation“ definiert als Begriff (!)
    im Deutschen den Zeitabschnitt bei Gross-Völkern,
    nachdem sich deren Kultur völlig ausgeformt hatte.
    Englisch kennt da bedauerlicherweise nur „civilisation“, –
    und das ist wichtig.
    „Zivilisation“, das ist:
    Megametropole, Technik, „Geld“, vollendete Landflucht,
    Republik, sterile&emanzipierte Frauen,
    Zuwanderung von aussen, Normenverlust, Hedonismus.
    =>
    Kunstlos, sippenlos, ehrlos, verantwortungslos, religionslos,
    bindungslos, landlos…ein einziges „los“ von allem,
    was in der Kulturepoche vorher Alles einst verband.

    Die einzige Klammer ist nur noch der Allen gemeinsame Drang
    zum „Geld“.
    Und mit dem Finanzkollaps zerbricht dann die Republik.
    Die bereits vorher kein Gemeinwesen mehr war.

    Alle großartigen physikalischen Durchbrüche
    und geistigen Sonderleistungen konzentrieren sich auf Europa,
    beziehungsweise auf deren europäische Nachkommen
    auf anderen Kontinenten.
    Und auf „unsere“ Epoche seit Karl dem Grossen.

    Nach dem künftigen Ende der europäischen Zivilisation
    beginnt einst ganz woanders ein neuer Kulturkreis.
    Und dieser ist über Jahrhunderte hinweg per se frei von „Technik“:
    Denn „Technik“ gehört erst zur Zivilisation.
    Und „Zivilisation“ ist die Epoche, die sich an „Kultur“ anschließt!

    Viele andere Kulturkreise hat die Welt gesehen.
    Gegen Ende – in der Phase „Zivilisation“ – hatte eine jede eine Zeit der „Technik“.
    Diese Kreise sind zu Staub zerfallen, ohne „technisch“
    je etwas mit „heute“ auch nur annähernd vergleichbares
    hinterlassen zu haben.
    Denn da war auch nie je ein einziger „Mendelssohn“ dabei.
    Nie ein Leonardo.
    Nie ein Siemens.
    Nie ein Daimler.
    Nie ein Liebig.
    Nie ein Tesla.

    Man soll sich da nichts vormachen:
    „Europa“ wird sich nicht wiederholen.

    Die Völker in jeder Weltregion durchlaufen
    den gleichen Zyklus von Aufstieg, Dekadenz und Verfall.
    Bauern, Städte>Megastädte, Kultur>Zivilisation, Sittlichkeit>Finanzwelt/Demokratie>Chaos>Imperatur>Ende.

    Die tätigeren Bewohner des flachen Landes ziehen in die aufblühenden Städte und vermassen.
    Die Frauen haben keine Kinder mehr, sondern „Probleme“.
    Bevölkerungsschwund.(stellen wir bereits in den Grosstädten fest!)
    Zuzug von Randvölkern.
    Die Heimatscholle der Bauern wird zu Großlatifundien,
    zur „zweckmäßigen“ Produktion von Massennahrung der Megastädte.
    Form – und sinnfreie Massemenschhaltung.

    Es ist die Zeit der „Friedensapostel“ und der sterilen Denker.
    Der Verlust der „Rasse“ (im philosophischen Sinne) ist vollendet.
    Was zählt, ist nur noch Geld.
    Im Rahmen des Finanzkatastrophe (Zinsen und Wahlgeschenke):
    Ende der Demokratie im Bürgerkrieg, und es folgt die „Imperatur“.
    Insofern: „Das Ende der Geschichte.“
    Die Megastädte sterben anschließend
    binnen weniger Generationen aus.

    Die Nachkommen der auf dem flachen Land noch vorhandenen
    wenigen Bewohner sind der dort hängen gebliebene,
    inkompetente Bodensatz des ursprünglich einmal
    vorhanden gewesenen Potentials.
    Es verbleiben „Fellachen“, die der Landnahme junger,
    tatkräftiger Völker anheimfallen.

    Ende eines Zyklus.
    Wir werden nie zu den Sternen reisen.

    Niemand weiß, wer die Ägypter einst denn waren,
    welchen Zweck und tieferen Sinn die Pyramiden hatten,
    wie sie errichtet wurden.
    Insbesondere nicht die zugezogenen Fellachenvölker,
    die die alten Ägypter verdrängt haben.
    Die „Cheops“-Pyramide mit ihrem kleinen, völlig
    schmucklosen Raum ist ebenso keine Begräbnisstätte
    wie der Kölner Dom.
    Obgleich spätere Forscher in dessen Ruine einst die Gebeine
    der Heiligen Drei Könige finden und eben das
    genau so überzeugt behaupten werden.

    Die Kambodschaner wußten dementsprechend rein nichts mehr
    vom urwaldüberwucherten Angkor Wat.
    Einst eine umtriebige Millionenmetropole.
    Und auf dem Forum Romanum ließen gegen 650
    Ziegenhirten ihre mageren Tiere weiden.
    Rom hatte wohl nur noch um die 6.000 Bewohner.
    Gern hätten die eindringenden Randvölker
    „Rom“ weiter betrieben, jedoch überstieg das
    deren Fähigkeiten.
    Erst London im ausgehenden 18. Jahrhundert,
    und im europäischen Völkerzyklus,
    erreichte in dem seinen wieder diese Kompetenz.

    Was wir zur Zeit beobachten, das ist die Ausprägung
    der Zivilisation der faustischen Seele der Nordeuropäer.

    Nur mal zwei Linsen hintereinander zu legen, um in die
    Tiefe des Weltenraumes zu blicken und in die Mikrowelt
    der Amöben – eigentlich keine große Sache, so möchte man
    meinen, war den „Alten“ per severwehrt.

    Und in fünfhundert Jahren wird ein Interessierter im Schlamm eines Sees
    mal ein halbversteinertes Funktelephon entdecken, oder eine BMW-Einspritzdüse,
    eine LED-Birne, einen Fischerdübel – und sich kurz fragen,
    was er da denn wohl in seiner Hand hielte?

    Gruß

    Heinrich Harrer

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