Herzlich willkommen auf www.spirit-trekking.de

Dies ist der „Hintereingang“ zu meinem Blog.

Hinter den Bildern in der Zusammenfassung Die Botschaft der Angara sind Links zu folgenden weiteren Seiten „versteckt“:

Der Begriff „spirit-trekking“ entstand gegen Ende meiner „spirituellen Ausbildung“ (siehe Kapitel Sechs, im PDF auf S. 165 – die anderen Kapitel finden sich rechts unten in der Menüleiste).

Dominik, diesen „Hintereingangs-Begrüßungstext“ widme ich Dir.
Weißt Du noch, wie wir in Concarneau am Strand saßen oder auf unserer roten Bank?
Ich stell mir oft vor, wie es wäre, wenn wir uns wieder treffen und Du mir bestimmt viele neugierige, kritische und herausfordernde Fragen stellst?
Du sprichst „kursiv“.

Ok, lass uns über menschliche Gemeinschaft … über Hierarchie, Solidarität und Macht sprechen.

Du weißt genau, dass ich von Gemeinschaft jedweder Art überhaupt nichts halte.
Solange der Mensch nicht einmal weiß, wer er selbst ist, solange er nicht in seiner Kraft lebt und nur ca. 10 % seiner Hirnleistung nutzt – solange funktioniert Gemeinschaft schlicht und ergreifend via Herrscher und Sklaven.
Wie im Krieg, manchmal grün angemalter „gewaltfreier“ Krieg mit Wiesenblümchen um die medial geführten Angriffe auf die allgemeine Aufmerksamkeit … 

Ok, langsam, Kommunikation … grundlegend bedeutet das für mich den Austausch von Informationen zwischen zwei Systemen und …

Ja-a, Schatz, ich weiß, dass du studiert hast und ich nicht… unterbricht mich einfach

Du willst mir in diesem Moment ein Beispiel für manipulative Kommunikation geben, die neben der Sachebene via Subtext Botschaften sendet?

Schau, schon Deine scheiß geschwurbelte Art dich „richtig“ auszudrücken empfinde ich als Angriff. Du verwendest Worte, die ich nicht verwende und damit stellst Du Dich über mich.
Das soll kein Vorwurf sein, das mache ich jedes Mal, wenn ich den Mund aufmache – aber ich habe auch nicht so eine scheiß gute Sicht auf zwischenmenschliche Belange.
Ich fresse oder werde gefressen, das ist alles.

Und was machen wir beide gerade?

Wir machen uns gegenseitig Appetit lacht

Weil wir Freunde sind, so eine Art neutrale Zone?

Scheiße, nein, im Gegenteil, wir haben Spaß daran, uns anzugreifen, wir sind nützlich füreinander, ich bin einsam und ich weiß das, also genieße ich den Moment, in dem ich mir mit Dir vorgaukeln kann, ich wäre nicht allein und Du benutzt mich, weil Du Spaß am Hirn eines durchgeknallten ehemaligen Weinverkäufers hast

in der Tat halte ich Dominik für einen genialen Geschichtenerzähler und mich interessiert immer, wie er die Welt sieht …

Es erweitert meinen Horizont, wenn wir reden …

Genau, du sagst es, du lernst, letztendlich um mehr Macht auszuüben.
Du bist als Körpertyp sowas von einem „manipulativer Psychopath“.

Nein, vielleicht, aber durch Dich kann ich mich selbst besser sehen, mich selbst besser verstehen, Du bist wie eine Art Spiegel für mich

Und warum tust Du das? Damit Du durch den Zugewinn an Wissen ein besseres Weibchen abgreifen kannst, ein schöneres Haus besitzt oder von mehr Menschen bewundert wirst?
Oder halt, Du kannst Dich vielleicht selbst nicht ausstehen und indem Du Dich von mir herausfordern und beschimpfen lässt, kannst Du Deinen Selbsthass kurzzeitig vergessen?

Du unterstellst mir rein egoistische Ziele?

Ich weiß, dass jeder sich selbst der nächste ist. Um es mit Dostojewski zu sagen, es geht schlicht „um die moralische Krise des modernen Menschen, der in einer Welt der verlorenen Wahrheiten lebt und zwanghaft nach einem Weg aus dem religiösen, gesellschaftlichen und ethischen Bankrott sucht“.
Wir sind verloren in einer Welt, die wir nicht verstehen und versuchen alles, so zu tun, als wäre es anders.

Hey, können wir bitte das „zwanghaft“ streichen und dann haben wir eine gemeinsame Ausgangsbasis?

Du schaffst es nicht einmal, ein Zitat eines Menschen, der klüger ist als du, unverändert stehen zu lassen.

Touché.

Dann schwiegen wir eine Weile und mir war, als würden wir uns so besser als mit Worten verstehen. Ich dachte ein bisschen nach…
Sprache verschafft dem Menschen die Überlegenheit über die Tiere. Der Mensch ist kein besonders starkes Tier, aber durch Sprache kann sich eine Gruppe von Menschen verständigen, (Jagd-) Ideen gemeinsam ausbrüten und umsetzen.
Menschen können durch Sprache Vereinbarungen für die Zukunft treffen … und Geschichten erzählen. Oft erzählte Geschichten bringen Glauben hervor und der versetzt bekanntlich Berge…

Tiere, Pflanzen, Steine, Planeten, Sonnensysteme und die noch größeren Organismen, von denen die Menschheit noch gar nichts weiß … die müssen eine eigene Sprache haben, eine ohne Worte? Eine, die wir Menschen (noch) nicht verstehen?

Hmh, Dominik, grad haben wir lange geschwiegen, und ich hatte dabei das Gefühl, in diesem zugewandten Schweigen lässt Du mich näher an dich heran als vorher, als wir miteinander sprachen.
Wie hast du das empfunden?

Das mag sein, aber spätestens jetzt, wo du es aussprichst, beschmutzt du es…
warum musst Du jeden Zauber zwischen uns Dir verbal bestätigen lassen? Traust Du dir selbst nicht und brauchst im Nachhinein meine Erlaubnis?

2:0 für Dich. Aber wie stellst Du Dir zwischenmenschliche Gemeinschaft ohne Worte vor?

Vielleicht fängt sie erst jenseits der Worte an. Kennst Du die Geschichte von der Stammeszusammenkunft der Indianerhäuptlinge?
Die Frau des Oberhäuptlings fragte verwundert, warum Ihr Mann so früh von der Versammlung wieder daheim war. Er meinte, dass sie wie immer mit demjenigen Anliegen beginnen wollten, das am Wichtigsten war. Wer etwas vorzubringen habe, solle sprechen. Und nach 45 min Stille beschlossen sie auseinanderzugehen, da alles in Ordnung ist.
Kurz: ich glaube nicht an Worte, ich weiß, Du willst immer Bücher schreiben, aber schreib doch mal eins ohne Worte, mein kleiner Zen-Prinz!

Ganz ohne Worte …?!

In mir stiegen Bilder von dezentralen subsidiären (wo kommen solche Worte eigentlich her, warum so kompliziert, um andere zu beeindrucken, würde Dominik vielleicht sagen) vom einfachen Leben im Garten Eden hoch…
Doch wofür stand der Baum der Erkenntnis? 
Gut und Böse als Bild für Dich und mich? Der Anbeginn der Trennung, die Entdeckung des ICHs, hinauskatapultiert aus dem WIR?
In Marlow Morgans „Traumfänger“ konnten die „echten“ Menschen sowohl von nah als auch von fern über weite Distanzen hinweg „im Kopf“ miteinander kommunizieren. War das anstrebenswert, dass mir mein Gegenüber in den Kopf gucken kann? Irgendwo las ich mal, dass die „Lüge“ eine wichtige kulturelle Entwicklung darstellt, aber werden uns nicht auch Atomwaffen als wichtige kulturelle Entwicklung verkauft?
Entwickeln wir uns überhaupt im Moment als Menschheit oder erleben wir grad eine evolutionäre „Delle“, haben uns viel zu stark ausgebreitet oder ist diese Ausbreitung gerade der Beweis evolutionärer Stärke?

Vielleicht gibt es doch so etwas wie Freundschaft, aber wenn, dann ohne Worte, darum liebe ich Pantomime. Worte sind wie Wolfszähne, sie verwunden, ob gewollt oder nicht.

Dominik, ich vermisse Dich. Immerhin kann ich Dich spüren und achte dabei Deine Grenzen. In einem Buch beim Aufräumen habe ich eine Notiz von Dir gefunden: ich hoffe, wir sehen uns im Himmel, was das auch sein mag!

Heute bin ich mit einem ganz realistischen Traum aufgewacht, eine menschliche weltweite Gesellschaftsform vielleicht in der Zukunft: uralte Traditionen in Verbindung mit Quantenphysik und -technologie. Erdverbundene Ökologie, bewusste Geburtenkontrolle, lakonische Erziehung (vgl. Sparta) … und in 100 Jahren ist die Welt ein ganzheitliches und solidarisches Paradies mit kämpferischem Spiel und traditionellem Tanz: eine subsidiare Welt nachhaltiger und vernetzter Regionen … 🙂

Und in Deinem Traum haben alle Chinesisch gesprochen?

Ein Schelm … der jetzt meinen persönlichen Traum einer weder rechten noch linken sondern „gleichzeitigen“ (sowohl als auch) Gesellschaft zerpflücken darf. Rechts steht für individuelle Freiheit, Akzeptanz von Ungleichheit und nationale Autorität; Links für kollektive Solidarität, soziale Gleichheit und internationale Gerechtigkeit. Rechts dürfen oder sollen die Menschen was glauben, links nicht. Wer profitiert von dieser vormals nützlichen, aber aktuell längst überholten Einteilung?

Das Sandmännchen?

Freut mich, dass Du auch gute Laune hast. In meiner Betrachtung profitiert das eine Prozent der Weltbevölkerung, das jedoch über 50% der Ressourcen verfügt davon. Die restlichen 99% lassen sich noch ablenken…
Dabei gibt es diese Trennung nicht wirklich. Es geht um Gleichzeitigkeit von all den genannten Dingen, sie sind alle regional zu betrachten – jenseits von richtig und falsch.
Es geht um mehr Entscheidungsspielräume in den Regionen – und um mehr Menschen, die das tun, was sie wirklich tun wollen.
Es geht um ein einfaches gutes Leben, ums Aufhören der goldenen Karotte des Konsums hinterher zu rennen – um die Systemfrage: was folgt dem kapitalistischen System?

Dominik schwieg lange. Dann lächelte er mich an.
Und jetzt überlegst Du bestimmt noch eine Ewigkeit, wie Du das „pädagogisch“ (verzieht das Gesicht) aufbereiten kannst.

Ja, das stimmt … ich sehe aktuell aber keine Möglichkeit, den Menschen von seinem selbst erschaffenen Thron zu stoßen…

Erzähl den Menschen ruhig, was Du erlebt hast. Aber am Ende des Tages wird Deine Geschichte für irgendeine Gruppe einen Mehrwert haben. Du wirst Anhänger haben, die werden Dir nachfolgen wollen. Kannst Du Dich diesem Genuss entziehen? Wohl kaum, mein kleiner narzisstischer Prinz!

Menschen können sich verändern.

Einen Scheiß können sie. Seit Jahrtausenden spielen wir hier Feudalismus mit menschlichen Göttern, super-reichen Händlern und einem schwankenden Anteil von Sklaven. Nichts, aber auch gar nichts hat sich geändert und wird sich auch nicht ändern.

In Russland habe ich insbesondere in Sibirien viel „Wildwuchs“ erlebt. Dort ist natürlich auch verboten, einfach Land außerhalb der Wohngebiete zu kaufen und dort zu siedeln – aber das Land ist so groß, dass es die Menschen dort einfach machen. Diese entspannten Zonen des Wildwuchs fehlen mir hier in Deutschland sehr.
Menschen, die sich selbst mit dem grundlegend Notwenigen versorgen können, Nahrung aus dem Garten, Strom solar oder durch Wind, Holz aus dem Wald, Wasser aus dem Boden – OHNE dass der Staat da regulierend eingreift – das fehlt uns. Die so lebenden Menschen kämen vielleicht auf ganz neue Lösungen? Ich will nicht alles Bestehende verändern, ich wünsche mir lediglich Zonen dieses Wildwuchses…
Wie sieht der Alltag eines unabhängigen Menschen aus, der sich selbst versorgt und unabhängig ist. Der weiß, dass alles mit allem verbunden ist, der frei an der „Physik der Beziehungen“ (so nenne ich gern die Quantenphysik, die ebenso wie die Spiritualität weiß, dass alles mit allem verbunden ist…)
Vielleicht verbunden mit einem Permakultur-Ansatz – Bestehendes Schritt für Schritt umnutzen, und immer mit dieser besonderen Fähigkeit, aus Dreck Gold zu machen wie in allen Phasen der Menschheitsgeschichte, in der Pioniere auf Freiraum trafen.

Stopp – alles ist mit allem verbunden? Wir sind Individuen und Teile eines lebendigen Organismus – wie Zellen und Organe im Menschlichen Körper? 

Wenn ich in  Russland von meiner Gottesbegegnung erzählte, fragten mich die Menschen: und was ER zu Dir gesagt?
In Deutschland werde ich immer wieder gefragt: was hast Du genommen? Oder bekomme gesagt: geh mal zum Arzt!

Aber Du warst doch erst kürzlich bei Deinem Neurologen? lacht

Natürlich, nach den Kriterien dieses System gelte ich auch als krank. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite habe ich einen überdurschnittlichen Zugang zu meiner Intuition.
Energie, Bewusstsein und Materie sind – laut aktueller Quantenphysik – ein und dasselbe sind.
Quantenphysik entspricht Wissenschaft und Religion: wir sind eins – alles ist mit allem verbunden. Sowohl Jesus als auch Buddha haben bereits davon gesprochen, das wir Menschen EINS sind.

Sorry, ich muss dich das jetzt fragen, bist du jetzt erleuchtet?

Du meinst, der Detlev, er leuchtet?
Nein, ich glaube nicht an das Konzept „Erleuchtung“. Erleuchtung ist für mich immer etwas relatives: gegenüber Menschen ist es leicht, als erleuchtet zu gelten. Gegenüber einem Jahrhunderte alten Wald ist es schon deutlich schwieriger!
Und: Erleuchtung erscheint mir als etwas, das kommt und geht (wie Tag und Nacht z.B.) … das ist eine gute Phase von mir gerade und ich bin schon gespannt auf die nächste Krise. Und auf die nächste Stufe dann danach, usw. – das einzig stetige bleibt der Wandel …

Du steigst nicht zwei Mal in denselben Fluss?

Mein Lehrer hat mal gesagt, Erleuchtungsmomente entstehen durch Zufall. Das fand ich damals ziemlich enttäuschend. Da strenge ich mich so an und dann: Zufall?
Doch dieser weise Mensch meinte, es sei möglich, ein zufallsanfälliges Leben zu führen, z.B. so zu tun, als wüsste man sehr wenig.
Ein zufallsanfälliges Leben zu führen heißt auch, ein fehlertolerantes Leben zu führen. Doch Zufallsanfälligkeit und Fehlertoleranz brauchen gleichermaßen Zeit. Wenn ich mich unter Stress fühle, wenn mir etwas zu viel wird, dann mangelt es mir eigentlich nur an Zeit.

Du meinst, Erleuchtung oder vielleicht besser spirituelle Entwicklung ist nur eine Frage der Zeit?

Nicht in jeder Lebenssituation ist es möglich, sich lauschend an den nächsten Wasserlauf zu setzen. Das ist in der Natur genau so wie in der Zivilisation. Wenn es stürmt und schüttet oder ein LKW direkt auf einen zukommt, dann lauscht es sich schlechter. „Geh in den Wald und sei einfach still, dann kann die Welt gar nicht anders als sich Dir zu offenbaren“, soll Krishnamurti mal gesagt haben.

Das ist so einfach, so wahr – und damit ist klar, dass die allermeisten Menschen niemals die Welt oder gar sich selbst erkennen, denn sie können nicht einfach still sein. Sie brauchen die ständige Ablenkung, um ihren Schmerz zu übertönen ….

Die Gleichzeitigkeit sprengt und schärft den menschlichen Verstand im selben Moment. Für diese Gleichzeitigkeit werden wir (noch?) nicht ausgebildet… Entweder sollen wir gehorchen als fremdbestimmte Rädchen im System oder wir erleben uns als Individuum, das alle Grenzen sprengen kann. Nicht eines von beiden ist wahr, sondern beides ist gleichzeitig wahr. Ich bin Teil einer größeren Wahrheit und ich bin ein wahrhaftiges Individuum und muss meinen eigenen Weg finden, der gleichzeitig schon in mir angelegt ist. Ein tolles Rätsel!

Und was weißt Dir jetzt den Weg, wo Du wieder zurück bist?

Woher ich weiß, dass ich auf meinem Weg unterwegs bin? Das Gefühl, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, hatte ich früher, wenn ich verliebt war. Ein kompletter Irrweg, der eher meiner (damaligen?) Abhängigkeit nach Aufmerksamkeit geschuldet war.
Eine gute Freundin meinte mal, sie fühle ich auf ihrem Weg, wenn sie genügend ungeplante zufällige Begegnungen mit netten Menschen und schönen Situationen pro Tag habe. Die kleinen Zufälle des Alltags, sie denkt an jemand, ah, mal wieder anrufen und schwupps, trifft sie die Person beim Einkaufen…Beim Wandern sind es für mich Wege, die „aufgehen“, die das Gefühl tiefer Stimmigkeit auslösen. Wege, die Kopf und Herz befriedigen … oder besondere Begegnungen mit Menschen!

Das musst Du mir ein ander Mal näher erklären, ich geh jetzt ne Runde in den Wald!

mach ich gern … und am allerliebsten persönlich!!!